In den 1950er-Jahren kämpfen vier junge Literaten in San Francisco um ihren Erfolg: die 19-jährige Jaime, der das Schreiben im Blut liegt, ihr Verlobter Charlie, für den das Schreiben eher eine Qual ist, der Faulenzer Dick, der sich auf seinen ersten schriftstellerischen Lorbeeren für eine Kurzgeschichte ausruht, und Juwelendieb Stan, ein begnadeter Schreiber von Groschenromanen. Die vier Beatniks fühlen sich der Bohème zugehörig und treffen sich freitags im "Enricos", um zu philosophieren und zu trinken. Sie glauben, dass ihnen die Welt offensteht, dass alles möglich ist - und merken nicht, wie um sie herum eine Dekade endet. - Der kalifornische Autor Don Carpenter hat bis zu seinem Tod im Jahr 1995 an seinem nostalgischen Roman "Freitags im Enrico's" gearbeitet. Dass dieses großartige Werk jetzt - nach mehr als 20 Jahren - veröffentlicht wurde, ist Jonathan Lethem zu verdanken, der das Manuskript seines Kollegen bearbeitet und herausgegeben hat.

 


Marthas Leben verändert sich von jetzt auf gleich: Knall auf Fall wird sie von Tom verlassen.  Sie fällt in ein tiefes Loch. Alles erinnert sie an ihn. Sie bekommt ihn einfach nicht aus dem Kopf. Aus einer Laune heraus nimmt sie einen Job als Nanny bei der hochschwangeren Stella an, die sich eine "Mary Poppins" für ihre drei Söhne gewünscht hat. Die Kinder lehren sie neue Sichtweisen, aber ihre Traurigkeit kann sie dennoch nur zeitweise hinter sich zu lassen. So entscheidet sie spontan, alles hinter sich zu lassen. Sie kündigt den Job und reist nach Belgrad. Dort, so hofft sie, werden ihre Erinnerungen an Tom endlich verblassen ... Gerhild Stoltenbergs Debüt "Überall bist du" ist ein mutmachendes Buch, zeigt es doch, dass man auch nach dem größten Kummer irgendwann wieder zu sich selbst finden kann; auch wenn Narben bleiben mögen




Nach ihrer Pensionierung verlässt die Ex-Kommissarin Delphine Gueron Paris und kehrt in ihre alte Heimat an die Atlantikküste zurück. Dort, in St. Julien de la mer nahe Biarritz, trifft sie sich wieder mit ihrer alten, schwerreichen Freundin Aurélie. Sie besucht sie einmal in der Woche im noblen Hôtel Atlantique, wo Aurélie in einer Suite residiert. Doch eines Tages taucht Aurélie nicht auf. Die Polizei behauptet, sie sei vom Balkon ihrer Suite gestürzt. Ein Unfall. Delphine spürt, dass hier etwas stinkt - und sie stellt Nachforschungen an. Dabei hilft ihr der 15-jährige Karim, der versucht hat, bei der ehemaligen commissaire einzubrechen und den Delphine nun zur Strafe Haus- und Gartenarbeiten lässt. Mit der Zeit werden die beiden Freunde und ihre Recherchen, die sie bis weit in deutsch-französische Vergangenheit führen werden, schweißen sie noch enger zusammen. "Hôtel Atlantique" ist das bemerkenswerte Debüt der in Berlin lebenden Autorin Valerie Jakob.




Everly Lederer und K. C. Stites scheinen füreinander bestimmt zu sein - zwei Teeanager aus "guten" und wohlhabenden Häusern: Sie ist die Tochter des Chefs einer amerikanischen Nickelmine, er der Sohn eines führenden Angestellten der United Fruit Company. Doch das, was anfänglich so glitzernd und verlockend daherkommt, wird sich bald als Täuschung herausstellen. Und aus den vielen Brüchen, welche die beiden hautnah miterleben, kristallisiert sich langsam die Geschichte eines Freiheitskrieges heraus; eines Freiheitskrieges, in den u. a. karrieregeile Saubermänner und ihre verwöhnten Gattinnen, Dschungelkämpfer und fiese Geschäftemacher verwickelt sind. "Telex aus Kuba" ist ein ebenso rätselhafter wie packender Roman über die Kubanische Revolution von Rachel Kushner, in dem wir Fidel Castro und Che Guevara, Diktator Batista und US-Präsident Eisenhower wiederbegegnen.

Eleanor Oliphant ist - gemessen an den vielen "Normalos" - ein weiblicher Sonderling. Was für andere selbstverständlich und alltäglich ist - ein Kino- oder Restaurantbesuch mit Freunden, ein Stadtbummel -, das ist für Eleanor vollkommen undenkbar. Sie lebt zurückgezogen in ihrem Schneckenhaus. Auch wenn sie nicht glücklich ist, so kommt sie doch immerhin mit sich und dem Leben klar. Doch dann verliebt sie sich - und das Schneckenhaus verliert seinen Reiz. Schritt für Schritt wagt sie sich hinaus in die Welt und entdeckt endlich deren Schönheiten. Aber auch ihr Innenleben lernt sie noch einmal neu kennen. - In ihrem Romandebüt "Ich, Eleanor Oliphant" gelingt es der schottischen Autorin Gail Honeyman durch ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge spielend, uns an das zu erinnern, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffnung. Ehrlichkeit. Freundschaft.


Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt! Wer wüsste das besser als Matti, der strenge Familienvater, der mit Frau und Kindern von Finnland nach Schweden umsiedeln muss? - Matti ist vorsichtig, quasi die fleischgewordene Mutter der Porzellankiste. Klar, dass er auch seine Kinder vor der vermeintlichen Unbill des Lebens warnen will. Aber die interessieren sich nicht für Papas Ansicht, die wollen lieber Billard spielen, lustige Hosen tragen und chillen. Der Zeitgeist der 1970er-Jahre macht Matti einen fetten Strich durch die Rechnung. Zunächst. Denn Matti hat sich fest vorgenommen, dass zumindest eines seiner Kinder in seine geistigen Fußstapfen tritt - und so ersinnt er einen perfiden Plan. "Rechne mit dem Schlimmsten" ist der erste Roman des gebürtigen Finnen und heute in Schweden lebenden Cartoonisten und Drehbuchautors Petteri Nuottimäki.


Als Tess ihr Nest in der Provinz verlässt, um in der Anonymität der Großstadt sich selbst zu finden, braucht sie Geld und nimmt den Job als Kellnerin in einem New Yorker Nobelrestaurant an. Der Job bedeutet für die 22-Jährige schnelles Geld, "im Verlauf des Abends häufen sich ganze Bündel loser, glatter Scheine an". Doch schon bald merkt Tess, dass sie mehr als nur einen Job bekommen hat - dieser Job wird ihr ein ganz neues Universum eröffnen, eines, in dem eigene Gesetze und Regeln gelten, in dem der falsche Wein im falschen Moment eine Katastrophe auslösen kann ... genauso wie die Ignoranz gegenüber der Schönheit einer Auster. - Autorin Stephanie Danler hat selbst viele Jahre lang in der Gastronomie gearbeitet. "Sweetbitter" ist ihr Debüt und eine Liebeserklärung an das Leben, den Genuss und die Leidenschaft.


Hier fällt der Apfel nicht weit vom Stamm: Francesca Segal ist die Tochter von Erich Segal, dem Autor des weltberühmten Romans "Love Story". Und auch sie hat jetzt eine wunderbare Liebesgeschichte geschrieben. In "Ein sonderbares Alter" geht es allerdings nicht in erster Linie um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern um die Liebe von Eltern zu ihren Kindern und um die Frage, wie viel eigenes Leben Eltern für sich selbst einfordern dürfen. Denn als sich die alleinerziehenden Eltern Julia und James ineinander verlieben und zusammenziehen, sind ihre beiden Kinder im Teenageralter alles andere als erfreut, schließlich müssen sie sich die Aufmerksamkeit von Mama und Papa nun mit deren neuen Partnern teilen ... Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, stellt eine unerwartete Nachricht das zerbrechliche Miteinander vollends auf den Kopf.



Charmaine und Stan gehören zu den Opfern der Wirtschaftskrise. Sie haben alles verloren - bis auf ihr Auto, in dem sie nun "wohnen". Rettung verspricht eine Anzeige, in der das "Positron Project" angepriesen wird; ein soziales Experiment, das ein Leben in vollkommener Abgeschiedenheit, aber totaler Sicherheit verspricht. Die beiden lassen sich darauf ein - trotz der abstrusen Bedingungen: Die Projektteilnehmer müssen monatlich ihren Bewohnerstatus wechseln. Mal sind die Gefangene, mal Freie. Hinter dem Rücken des jeweils anderen entwickeln Charmaine und Stan ein Interesse an ihren Hauspartnern, also jenen Menschen, die ihr schönes Heim bewohnen, wenn sie gerade ihren Gefängnismonat bewältigen. Als sie dann auch noch aufgrund eines Buchungsfehlers in gegenläufigen Phasen landen, steht bald viel mehr auf dem Spiel als ihre Ehe ... In "Das Herz kommt zuletzt" beweist Kultbuchautorin Margaret Atwood ("Report der Magd") einmal mehr ihr waches Gespür für gefährliche Strömungen.




"Wir sehen uns morgen" - ist das einende Motto mehrerer Geschichten, die Tore Renberg in seinem gleichnamigen Roman erzählt. In jeder Geschichte geht es um die Suche nach Liebe, um die Angst vor dem Leben und dem Tod. Da ist z. B. die 15-Jährige, die - blind vor Liebe - dem Falschen nachweint. Oder das Geschwisterpaar, das nie ein richtiges Zuhause hatte und sich mit kleinen Betrügereien über Wasser hält. Oder der alleinerziehende Vater, der spielsüchtig wird und seine Kinder vernachlässigt. Es sind vom Schicksal gezeichnete Figuren, die hier aufeinandertreffen und trotz aller Unbill die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Leben doch noch etwas Besseres für sie bereithält.




Der Theaterdisponent Muschg ist in der Psychiatrie gelandet. Aber er hat keinen blassen Schimmer, warum. Laut Personal war er plötzlich einfach da und von da an hätten eben alle so getan, als ob das schon immer so gewesen sei. Muschg zerbricht sich den Kopf über die Gründe für seinen Aufenthalt. Hatte er ein Burn-out? Hat er versucht, sich umzubringen? Oder steckt gar eine Verschwörung dahinter? In "Herz" erzählt Autor Alfred Goubran die Geschichte eines Mannes, der über das Warum seines Aufenthalts in der "Geschlossenen", das Alltagsleben und das Leben seiner Schicksalsgefährten sowie das "große Blabla", wie es der Stationsvorsteher nennt, sinniert.




Jonas Alberding ist zufrieden mit seinem Leben: In der Nähe des Züricher Flughafens betreibt er eine kleine Bar, er hat nette Freunde und vor allem eine liebevolle Partnerin. Doch die ist weniger zufrieden, möchte noch etwas erreichen in ihrem Leben, möchte "gesehen" werden - und zwar nicht nur von Jonas. So beginnt Ellis eine neue Karriere - und plötzlich ist Jonas derjenige, der zuschaut. Und für ihn verändert sich noch mehr: Alte Freunde verlassen die Nachbarschaft, Menschen aus anderen Kontinenten ziehen in die Nähe. Die Veränderungen im Außen werfen Jonas auf sich selbst zurück und er fragt sich, ob auch er sich verändern muss - nicht zuletzt auch deswegen, um Ellis nicht zu verlieren. "Die Unverbesserlichen" ist ein lebenskluges und feinsinniges Buch des vielfach ausgezeichneten Schweizer Autors Silvio Blatter.

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